Backup & Notfall

3-2-1-Regel

  • Drei Kopien
  • Zwei Medien
  • Eine außer Haus

Die Faustregel für Datensicherung: drei Kopien, zwei Speicherarten, eine an einem anderen Ort.

Was ist das eigentlich?

Stellen Sie sich das handgeschriebene Rezeptbuch einer Bäckerei vor. Es liegt in der Backstube, jeden Tag greift jemand hinein, und ohne dieses Buch steht der Betrieb. Ein umsichtiger Bäckermeister macht deshalb zwei Dinge: Er zieht eine Fotokopie und legt sie in den Aktenschrank im Büro. Und er fotografiert jede Seite und bewahrt die Bilder bei sich zu Hause auf.

Damit hat er drei Bestände: das Original, die Fotokopie und die Fotos. Er hat zwei verschiedene Formen: Papier und Bild. Und er hat einen davon außerhalb des Betriebs. Fällt Mehlstaub aufs Original, hilft die Kopie im Büro. Brennt die Backstube samt Büro, helfen die Fotos zu Hause.

Genau das meint die 3-2-1-Regel für Ihre Daten. Die drei Ziffern stehen für drei Kopien, zwei unterschiedliche Speicherarten und eine Kopie außer Haus. „Zwei Speicherarten" heißt schlicht: nicht alles auf demselben Gerätetyp, denn Geräte einer Bauart fallen gern aus denselben Gründen aus. In einem typischen Betrieb ist das eine Sicherung auf einem eigenen Sicherungsgerät im Haus und zusätzlich eine Übertragung in ein Rechenzentrum.

Was macht das konkret?

  • Drei Kopien schützen vor dem doppelten Pech. Fällt eine Sicherung aus, gibt es noch eine zweite. Sicherungen sind Technik und können selbst kaputtgehen.
  • Zwei Speicherarten schützen vor gleichartigen Fehlern. Wenn zwei baugleiche Festplatten nebeneinander laufen, erreichen sie ihr Lebensende oft kurz nacheinander.
  • Eine Kopie außer Haus schützt vor dem Gebäudeschaden. Feuer, Wasser, Diebstahl und Überspannung machen nicht an der Serverraumtür halt.
  • Die Regel macht Lücken sichtbar. Sie können sie in fünf Minuten an Ihrer eigenen Sicherung durchgehen und wissen danach, was fehlt.
  • Sie gibt eine klare Reihenfolge vor. Erst die zweite Kopie, dann der zweite Ort, dann die Feinheiten, und nicht umgekehrt.

Warum ist das für Ihr Unternehmen wichtig?

Fast jeder Betrieb, den wir zum ersten Mal besuchen, hat eine Sicherung. Und fast jeder erfüllt die Regel nur zur Hälfte: Es gibt eine Kopie, sie liegt auf einem Gerät derselben Bauart, und sie steht im selben Raum. Das genügt für den häufigsten Schaden, den Defekt eines einzelnen Geräts. Bei allem, was den Raum betrifft, genügt es nicht.

Für Sie ist die Regel deshalb vor allem ein Prüfwerkzeug. Sie müssen keine Technik verstehen, um sie anzuwenden. Sie brauchen drei Antworten: Wie viele Kopien gibt es? Liegen sie auf verschiedenen Arten von Speicher? Und ist eine davon außerhalb des Gebäudes? Wenn Sie eine dieser Fragen nicht beantworten können, kennen Sie Ihr Risiko nicht. Und genau das ist die eigentliche Gefahr, nicht die Technik.

Der Nutzen ist am Ende ganz nüchtern: weniger Stillstandstage, weniger Abhängigkeit von einem einzelnen Gerät, ein belastbarer Nachweis gegenüber Versicherung und Prüfern. Und deutlich weniger unruhige Nächte für denjenigen, der im Betrieb die Verantwortung trägt.

Brauchen Sie das?

  • Sie haben nur eine einzige Sicherung Ihrer Firmendaten
  • Alle Kopien liegen im selben Raum oder im selben Gebäude
  • Ihre Sicherung läuft auf Geräten desselben Typs und desselben Alters
  • Niemand kann sagen, wann zuletzt eine Kopie das Haus verlassen hat
  • Sie möchten in einem Satz erklären können, wie Ihre Daten geschützt sind

So setzen wir das bei Ihnen um

Wir gehen die drei Ziffern mit Ihnen an Ihrem eigenen Bestand durch und halten fest, welcher Punkt heute fehlt. Meistens ist es der dritte, die Kopie außer Haus. Danach ergänzen wir genau diesen Baustein, statt Ihre gesamte Sicherung neu zu bauen.

Wie wir Sicherung im Haus, Kopie außer Haus und regelmäßige Rückspieltests zusammenbringen, lesen Sie auf der Seite Backup & Notfall. Rufen Sie uns an, dann prüfen wir Ihre drei Ziffern gemeinsam.

Häufige Fragen

Zählt das Original bei den drei Kopien mit?

Ja. Gemeint sind drei Bestände insgesamt: Ihre täglich genutzten Daten und zwei zusätzliche Sicherungen. Wer nur eine einzige Sicherung hat, steht ohne alles da, sobald diese Sicherung im entscheidenden Moment nicht lesbar ist.

Reicht eine externe Festplatte, die ich abends mit nach Hause nehme?

Das erfüllt den wichtigsten Teil der Regel, nämlich die Kopie außer Haus. In der Praxis scheitert es meist am Menschen: Es wird vergessen, die Platte bleibt liegen, oder sie ist unverschlüsselt und geht im Auto verloren. Eine automatische Übertragung nimmt Ihnen diese Fehlerquelle ab.

Gilt die Regel auch für einen Betrieb mit fünf Arbeitsplätzen?

Ja. Die Größe ändert nur den Aufwand, nicht das Prinzip. In einem kleinen Büro reichen oft ein Sicherungsgerät im Haus und ein Speicherplatz in einem Rechenzentrum. Bei mehreren Servern wird es umfangreicher, der Gedanke bleibt derselbe.

Was kostet es, die 3-2-1-Regel umzusetzen?

Das hängt an Ihrer Datenmenge und daran, wie schnell Sie nach einem Ausfall wieder arbeiten müssen. Häufig fehlt nur ein Baustein, dann ist es eine kleine Ergänzung. Wir sehen uns Ihren Bestand an und rechnen es Ihnen vorher aus.

Ist die Regel nicht längst veraltet?

Der Grundgedanke trägt weiter, weil er nichts über Technik sagt, sondern über Risiken. Ergänzt wird sie heute um zwei Punkte: Mindestens eine Kopie sollte nach dem Schreiben nicht mehr veränderbar sein, und die Zugangsdaten zur Sicherung sollten nicht dieselben sein wie im Tagesbetrieb.

Verwandte Begriffe

Noch Fragen zur 3-2-1-Regel?

Wir prüfen in einem Termin, an welcher Stelle Ihre heutige Sicherung die Regel noch nicht erfüllt, ohne Fachchinesisch und ohne Verpflichtung.