Was ist das eigentlich?
Stellen Sie sich vor, Sie schicken einen Geschäftsbrief als Postkarte. Jeder, durch dessen Hände die Karte geht, kann mitlesen. Verschlüsselung ist der verschlossene Umschlag dazu, nur mit dem Unterschied, dass sich dieser Umschlag nicht aufreißen lässt. Er öffnet sich ausschließlich mit dem richtigen Schlüssel, und den besitzt nur der Empfänger.
Dieser Schlüssel ist kein Stück Metall, sondern eine sehr lange Zahlenfolge. Ihr Gerät erzeugt sie, verwahrt sie und setzt sie automatisch ein. Im Alltag merken Sie davon nichts: Sie melden sich morgens an, öffnen Ihre Datei und arbeiten wie immer. Der Unterschied zeigt sich erst, wenn jemand ohne Berechtigung an die Daten kommt, etwa der Dieb mit Ihrem Notebook oder der Finder eines liegengebliebenen USB-Sticks. Ohne Schlüssel hält diese Person eine wertlose Datei in der Hand.
Das Verfahren selbst ist dabei kein Geheimnis. Die gängigen Verschlüsselungsverfahren sind offengelegt und werden weltweit von Fachleuten geprüft. Geheim ist allein Ihr Schlüssel, und genau so soll es sein: Ein Verfahren, das nur deshalb hält, weil niemand es kennt, wäre kein Schutz. Aus demselben Grund ist offener Quelltext bei Sicherheitstechnik ein Vorteil und kein Risiko. Das ist der Gedanke hinter .
Was macht das konkret?
- Sie schützt Geräte, die abhandenkommen. Ein verschlüsseltes Notebook gibt seine Inhalte auch dann nicht preis, wenn jemand die Festplatte ausbaut und an einen anderen Rechner hängt.
- Sie schützt den Weg. Wenn Ihre Mitarbeiter von unterwegs auf Ihre zugreifen oder Sie Daten an Ihren Steuerberater schicken, verhindert Verschlüsselung, dass unterwegs jemand mitliest.
- Sie schützt Ihre Sicherungskopien. Eine Sicherung ist eine vollständige Kopie Ihres Unternehmens. Landet sie unverschlüsselt in fremden Händen, ist der Schaden größer als bei einem einzelnen Rechner.
- Sie entschärft den Ernstfall. Wenn Daten trotz aller Vorsicht abhandenkommen, macht es einen erheblichen Unterschied, ob die Daten lesbar waren oder nicht, auch gegenüber der Datenschutzbehörde und den betroffenen Kunden.
Warum ist das für Ihr Unternehmen wichtig?
Ein verlorenes Notebook ist ärgerlich, aber ersetzbar. Der Ärger entsteht durch das, was darauf liegt: Angebotskalkulationen, Kundenlisten, Lohnabrechnungen, Behandlungsdaten. Ohne Verschlüsselung müssen Sie davon ausgehen, dass all das nun jemand anderem gehört. Sie müssen den Vorfall bewerten, unter Umständen der Aufsichtsbehörde melden und Ihre Kunden informieren. Das kostet Zeit, Geld und Vertrauen.
Mit Verschlüsselung wird aus demselben Vorfall ein Sachschaden über ein paar hundert Euro Gerätewert. Sie bestellen ein neues Gerät, wir spielen den Arbeitsplatz zurück, der Mitarbeiter arbeitet weiter. Genau deshalb gehört Verschlüsselung heute zur Grundausstattung und nicht zu den Dingen, die man irgendwann einmal angeht.
Hinzu kommt die Erwartungshaltung Ihrer Geschäftspartner. Größere Auftraggeber, Krankenkassen und Versicherer fragen inzwischen regelmäßig ab, wie Sie Daten schützen. Wer hier eine klare Antwort geben kann, spart sich unangenehme Nachfragen.
Brauchen Sie das?
- Ihre Mitarbeiter nehmen Notebooks mit nach Hause oder zum Kunden
- Sie verarbeiten Kunden-, Patienten- oder Mitarbeiterdaten
- Sie tauschen Unterlagen per E-Mail mit Steuerberater, Kasse oder Behörde aus
- Ihre Datensicherung liegt auf einer Festplatte, die man mitnehmen kann
- Auftraggeber fragen Sie nach Ihren Schutzmaßnahmen
Wenn Sie hier zweimal genickt haben, sollten Sie das Thema angehen. Sie müssen dafür nichts umbauen und keine neue Software lernen.
So setzen wir das bei Ihnen um
Wir schauen zuerst, wo Ihre Daten überhaupt liegen und welche davon das Haus verlassen. Dann schalten wir die Verschlüsselung dort ein, wo sie am meisten bringt: mobile Geräte, Zugänge von außen und Ihre Sicherungen. Die Wiederherstellungsschlüssel hinterlegen wir so, dass Sie im Notfall herankommen und sonst niemand.
Wie das in ein Gesamtkonzept passt, lesen Sie auf unserer Seite zur IT-Sicherheit. Rufen Sie uns an, wenn Sie wissen möchten, wo Ihr Betrieb heute steht.
Häufige Fragen
Ist Verschlüsselung für kleine Betriebe Pflicht?
Das Datenschutzrecht schreibt keine bestimmte Technik vor, verlangt aber Schutzmaßnahmen, die zum Risiko passen. Verschlüsselung wird darin ausdrücklich als geeignete Maßnahme genannt. Sobald Sie Kunden-, Patienten- oder Mitarbeiterdaten verarbeiten, sollten Sie mindestens Notebooks und mobile Datenträger schützen.
Was kostet die Verschlüsselung unserer Geräte?
Das hängt davon ab, wie viele Geräte Sie haben und was darauf läuft. Bei vielen Windows-Rechnern ist die Technik bereits enthalten und muss nur eingerichtet und verwaltet werden. Wir sehen uns Ihre Geräte an und rechnen Ihnen den Aufwand vorher aus.
Verlangsamt Verschlüsselung unsere Rechner?
Bei aktuellen Geräten merken Ihre Mitarbeiter im Alltag nichts davon, weil die Prozessoren diese Aufgabe direkt mit erledigen. Spürbar wird es nur bei sehr alten Rechnern. Falls uns so ein Gerät begegnet, sagen wir Ihnen das vorher.
Was passiert, wenn wir den Schlüssel verlieren?
Dann sind die Daten tatsächlich weg, denn genau das ist ja der Sinn der Sache. Deshalb hinterlegen wir bei der Einrichtung immer einen Wiederherstellungsschlüssel an einem sicheren Ort im Unternehmen. Ohne diesen Schritt richten wir keine Verschlüsselung ein.