Was ist das eigentlich?
Denken Sie an einen guten Kellner in einem vollen Restaurant. Er ruft die fertigen Teller nicht quer durch den Raum aus, sondern bringt jedes Gericht genau an den Tisch, der es bestellt hat. Er weiß, wer wo sitzt, und je mehr Bestellungen er aufnimmt, desto sicherer kennt er die Plätze. Die Gäste an den anderen Tischen bekommen davon nichts mit und werden nicht gestört.
Genau das leistet ein Switch mit Daten. Er lernt beim Betrieb, welches Gerät an welchem Anschluss hängt, und schickt jede Sendung nur an diesen einen Anschluss. Deshalb bleibt ein Netzwerk auch dann schnell, wenn viele Geräte gleichzeitig arbeiten. Ein Switch hat je nach Größe acht, vierundzwanzig oder achtundvierzig Anschlüsse und sitzt meist im Technikschrank, in den alle Kabel des Gebäudes münden.
Was macht das konkret?
- Er bündelt Ihre Kabel an einer Stelle. Jede Netzwerkdose im Haus endet im Technikschrank an einem Anschluss des Switches. Das macht Änderungen zur Sache von Sekunden.
- Er leitet gezielt weiter. Daten gehen nur an das gemeinte Gerät. Das hält die Leitungen frei und Ihre Anwendungen schnell.
- Er versorgt Geräte mit Strom. Über das Netzwerkkabel bekommen Telefone, Funkstationen an der Decke und Kameras gleich ihre Stromversorgung mit, ohne zusätzliche Steckdose.
- Er trennt Bereiche voneinander. Ein verwaltbares Gerät kann Gäste, Kasse, Produktion und Büro in eigene Bereiche legen, obwohl alles über dieselben Kabel läuft.
- Er meldet, was los ist. Sie sehen, welcher Anschluss belegt ist, wo viel Last anliegt und wo ein Kabel Fehler produziert.
Warum ist das für Ihr Unternehmen wichtig?
Der Switch ist ein unauffälliges Gerät mit großer Wirkung: Fällt er aus, ist im betroffenen Bereich sofort alles offline, also Rechner, Telefone und Kasse. Deshalb ist es sinnvoll, hier kein Restposten-Gerät zu verbauen und wichtige Bereiche nicht an einem einzigen Verteiler hängen zu lassen.
Der zweite Grund ist Zeit. Wenn eine Störung auftritt und niemand sagen kann, welches Kabel zu welchem Raum führt, beginnt die Suche mit Ausprobieren. An einem verwaltbaren Switch sehen Sie stattdessen, welcher Anschluss keine Verbindung hat, und sind in Minuten an der richtigen Dose.
Der dritte Grund ist Sicherheit. Ein Gerät, das Bereiche trennen kann, sorgt dafür, dass der Rechner im Wartezimmer nicht dieselben Daten erreicht wie der Rechner in der Buchhaltung. Diese Trennung kostet bei der Einrichtung wenig und verhindert im Ernstfall, dass sich ein Problem im ganzen Haus ausbreitet.
Brauchen Sie das?
- Sie haben mehr Geräte im Netzwerk, als Anschlüsse an Ihrem Internetgerät frei sind
- Sie möchten Telefone, Kameras oder Funkstationen ohne eigene Steckdose betreiben
- Gäste, Kasse oder Produktionstechnik sollen vom Büro getrennt laufen
- Bei Störungen dauert die Suche nach dem betroffenen Anschluss zu lange
- Ihr Technikschrank ist über die Jahre gewachsen und niemand blickt mehr durch
So setzen wir das bei Ihnen um
Wir wählen die Verteiler nach Ihrer Gebäudegröße und nach dem, was daran hängen soll, nicht nach Katalogseite. In den meisten Betrieben setzen wir Geräte von ein, weil sich damit alle Verteiler, Funkstationen und Anschlüsse über eine einzige Oberfläche verwalten lassen. Wie wir Netzwerke planen und aufbauen, lesen Sie auf unserer Seite IT-Infrastruktur.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen einem Switch und einem Router?
Der Switch verteilt Daten innerhalb Ihres Hauses zwischen Ihren eigenen Geräten. Der Router ist der Übergang nach draußen ins Internet. Viele kleine Betriebe haben beides in einem Gerät vom Anbieter, was bei wenigen Anschlüssen reicht, aber schnell an Grenzen kommt.
Was kostet ein Switch?
Das hängt von der Zahl der Anschlüsse ab und davon, ob Sie Stromversorgung über das Netzwerkkabel und getrennte Netzbereiche brauchen. Einfache Verteiler sind günstig, verwaltbare Geräte kosten mehr und können dafür deutlich mehr. Wir rechnen Ihnen den passenden Bedarf vorher aus.
Was bedeutet PoE beim Switch?
PoE steht für Power over Ethernet, also Strom über das Netzwerkkabel. Damit versorgt der Switch angeschlossene Geräte wie Telefone, Funkstationen an der Decke oder Kameras gleich mit. Das spart Steckdosen an Stellen, an denen ohnehin keine sind.
Reicht ein einfacher Switch aus dem Elektromarkt?
Für zwei, drei Geräte im Nebenraum oft ja. Sobald Sie Bereiche trennen möchten, Störungen nachvollziehen wollen oder Geräte über das Kabel mit Strom versorgen, brauchen Sie ein verwaltbares Gerät. Der Preisunterschied fällt gegenüber einer einzigen längeren Störungssuche kaum ins Gewicht.