Was ist das eigentlich?
Früher kamen Post und Zeitung mit zwei getrennten Boten, jeder mit eigener Route, eigenem Fahrzeug und eigenem Zeitplan. Irgendwann hat man gemerkt: Beide fahren dieselbe Straße zum selben Haus. Seit der Zusammenlegung bringt ein Fahrzeug alles auf einmal. Für den Empfänger ändert sich am Inhalt nichts, nur ein Zustellweg ist weggefallen.
Genau das ist bei Ihrem Telefonanschluss passiert. Bis vor einigen Jahren hatte das Telefon eine eigene Leitung, das Internet eine zweite. Heute läuft beides über denselben Anschluss. Ihre Stimme wird dabei in kleine Datenpakete zerlegt, die den gleichen Weg nehmen wie eine E-Mail, und beim Gesprächspartner wieder zu Sprache zusammengesetzt. Das passiert so schnell, dass Sie nichts davon merken.
Am Telefonhörer ändert sich für Ihre Mitarbeiter fast nichts. Sie heben ab und wählen wie immer. Anders ist, was hinter der Wand steckt: weniger getrennte Technik, dafür ein , das nun auch für Ihre Erreichbarkeit zuständig ist.
Was macht das konkret?
- Es spart die zweite Leitung. Telefon und Internet teilen sich einen Anschluss. Das vereinfacht Verträge und macht Ihre laufenden Kosten übersichtlicher.
- Es löst Rufnummern vom Ort. Eine Nummer klingelt dort, wo Sie es festlegen: im Büro, im Home-Office oder auf dem Mobiltelefon. Der Anrufer merkt davon nichts.
- Es verbindet Standorte. Zweigstellen hängen an derselben Anlage, interne Gespräche laufen über kurze Nummern und kosten nichts.
- Es lässt sich mit Software verbinden. Beim Klingeln kann die passende Kundenakte erscheinen, und aus der Kundenliste heraus lässt sich ein Anruf starten.
- Es wächst mit. Ein zusätzlicher Arbeitsplatz bedeutet meist nur ein weiteres Telefon und einen Eintrag in der Anlage, keinen Handwerkertermin für neue Leitungen.
Warum ist das für Ihr Unternehmen wichtig?
Der wichtigste Punkt ist zunächst gar keine Entscheidung, sondern eine Tatsache: Die alten Telefonanschlüsse werden nicht weiterbetrieben. Wer heute umzieht, umbaut oder einen neuen Vertrag abschließt, bekommt einen Anschluss über das Internet. Die Frage ist also nicht ob, sondern wie gut vorbereitet.
Und die Vorbereitung entscheidet über den Alltag. Telefonie verzeiht keine Wartezeiten. Wenn im selben Netzwerk gleichzeitig große Dateien geschoben werden und die Verteiler das nicht sauber regeln, hört Ihr Kunde eine hakende Stimme. Das ist kein Zufall und kein Schicksal, sondern eine Frage der Einrichtung.
Für Sie als Betrieb geht es am Ende um Erreichbarkeit. Ein Anruf, der ins Leere läuft, ist ein Auftrag, der woanders landet. Gleichzeitig lohnt sich der ehrliche Blick auf den Ausfall: Steht die Internetleitung, steht auch das Telefon. Deshalb gehört von Anfang an ein Plan dazu, wohin Anrufe in diesem Fall umgeleitet werden.
Brauchen Sie das?
- Ihr Telefonanschluss ist älter als etwa zehn Jahre
- Ein Umzug, Umbau oder Vertragswechsel steht an
- Mitarbeiter sollen auch außerhalb des Büros unter der Firmennummer erreichbar sein
- Sie haben mehrere Standorte oder Nebenstellen
- Ihre Erreichbarkeit ist für den Umsatz entscheidend
So setzen wir das bei Ihnen um
Wir sehen uns zuerst Ihre Leitung und Ihr Netzwerk an, denn dort entscheidet sich die Sprachqualität. Anschließend planen wir die Rufnummern, die Weiterleitungen und den Notfallweg für den Fall, dass die Leitung ausfällt, und stellen an einem vereinbarten Termin um. Für die Anlage selbst setzen wir auf AGFEO aus Deutschland, weil Ersatzteile, Unterlagen und Ansprechpartner verfügbar bleiben.
Wie wir Telefonie insgesamt planen und betreuen, lesen Sie auf unserer Seite zur Telefonanlage.
Häufige Fragen
Was bedeutet die Abkürzung VoIP?
VoIP steht für Voice over Internet Protocol, auf Deutsch etwa Sprache über das Internetprotokoll. Das Internetprotokoll ist die gemeinsame Sprache, in der Geräte im Internet Daten austauschen. Ihre Stimme wird in solche Datenpakete zerlegt und beim Gesprächspartner wieder zusammengesetzt.
Was ist der Unterschied zwischen VoIP und All-IP?
VoIP beschreibt die Technik, mit der Sprache über das Internet übertragen wird. All-IP beschreibt die Umstellung der Anschlüsse insgesamt, also dass Telefon, Internet und weitere Dienste über eine einzige Leitung laufen. In Deutschland ist diese Umstellung längst der Normalfall.
Was passiert bei einem Stromausfall oder Internetausfall?
Dann ist auch das Telefon still, denn es hängt an derselben Leitung. Wer erreichbar bleiben muss, bekommt eine automatische Umleitung auf Mobiltelefone und optional einen zweiten Anschluss über das Mobilfunknetz. Das legen wir vorher gemeinsam fest.
Behalten wir unsere alten Rufnummern?
In aller Regel ja. Bestehende Rufnummern lassen sich zum neuen Anschluss mitnehmen, das ist ein eingespielter Vorgang. Wichtig ist nur genug Vorlauf, damit der Wechsel an einem Termin stattfindet, der Ihnen passt.
Ist die Sprachqualität schlechter als früher?
Bei ordentlicher Einrichtung ist sie eher besser, weil moderne Anschlüsse eine breitere Tonübertragung erlauben. Probleme entstehen fast immer im eigenen Netzwerk, etwa durch überlastete Leitungen oder billige Verteiler. Deshalb gehört eine Prüfung Ihres Netzwerks zur Umstellung dazu.