IT-Sicherheit

Phishing

  • Gefälschte E-Mails
  • Zielt auf Menschen
  • Häufigstes Einfallstor

Gefälschte E-Mails oder Webseiten, die Ihnen Zugangsdaten entlocken sollen.

Was ist das eigentlich?

Sie kennen den Mann im Blaumann, der an der Haustür klingelt und sagt, er müsse dringend den Zähler ablesen. Er trägt eine Weste mit Aufdruck, hat ein Klemmbrett dabei und wirkt, als habe er es eilig. Wer nicht nachfragt, lässt ihn herein. Wer einmal beim Versorger anruft, merkt in dreißig Sekunden, dass niemand ihn geschickt hat.

Phishing ist derselbe Trick, nur schriftlich und tausendfach. Die Nachricht sieht aus wie von Ihrer Bank, Ihrem Paketdienst oder Ihrem Steuerberater. Logo stimmt, Anrede stimmt, Tonfall stimmt. Sie sollen sich „kurz anmelden", eine Rechnung prüfen oder eine Zahlung freigeben. Der Link führt aber auf eine nachgebaute Seite, und alles, was Sie dort eintippen, landet direkt bei den Absendern.

Besonders unangenehm ist die zugeschnittene Variante: Da steht der richtige Name Ihres Chefs, es geht um ein Projekt, das es wirklich gibt, und die Bitte kommt genau dann, wenn er nachweislich im Urlaub ist. Diese Informationen stehen oft frei zugänglich im Netz.

Was macht das konkret?

  • Es stiehlt Zugangsdaten. Wer sein Passwort auf einer nachgebauten Anmeldeseite eingibt, gibt damit Fremden Zugang zu E-Mail-Postfach, Cloud-Speicher oder Bankkonto.
  • Es bringt ins Haus. Der angehängte Lieferschein oder die angebliche Rechnung startet beim Öffnen ein Programm, das sich im einnistet.
  • Es löst Zahlungen aus. Bei der Chef-Masche bittet ein vermeintlicher Vorgesetzter die Buchhaltung um eine eilige Überweisung auf ein neues Konto.
  • Es öffnet die Tür für später. Ein einmal gestohlenes Postfach wird oft wochenlang nur mitgelesen, um den richtigen Moment für eine gefälschte Rechnung abzupassen.

Warum ist das für Ihr Unternehmen wichtig?

Nahezu jeder größere Vorfall in kleinen und mittleren Betrieben beginnt an dieser Stelle. Nicht weil dort unaufmerksame Menschen arbeiten, sondern weil eine gute Fälschung im Arbeitsalltag kaum auffällt. Zwischen Kundengespräch und Baustellentermin liest niemand eine E-Mail zweimal.

Die Folgen reichen weit über den einen Klick hinaus. Ein übernommenes Postfach bedeutet, dass in Ihrem Namen an Ihre Kunden geschrieben wird, und zwar mit Ihrer Signatur und in Ihrem Schriftverkehr. Das kostet Vertrauen, das Sie über Jahre aufgebaut haben. Kommen personenbezogene Daten abhanden, entsteht zusätzlich eine Meldepflicht nach der ⁠.

Der wirtschaftliche Hebel liegt hier so günstig wie kaum woanders: Ein zweiter Anmeldenachweis auf allen wichtigen Konten und eine kurze Schulung kosten überschaubar wenig. Sie entwerten den gestohlenen Zugang in dem Moment, in dem er gestohlen wird.

Betrifft Sie das?

  • Ihre Mitarbeiter bekommen E-Mails von Kunden, Lieferanten oder Behörden
  • Die Anmeldung an E-Mail oder Cloud läuft nur über ein Passwort
  • In Ihrer Buchhaltung können Überweisungen kurzfristig freigegeben werden
  • Es gibt keine feste Regel, an wen ein verdächtiger Fall gemeldet wird
  • Namen und E-Mail-Adressen Ihrer Führungskräfte stehen öffentlich im Netz

So setzen wir das bei Ihnen um

Wir filtern zuerst technisch, was sich filtern lässt, und prüfen dabei auch, ob Ihre eigene Domain für Fälschungen missbraucht werden kann. Steht der Mailserver im eigenen Haus, etwa mit ⁠, sitzen Spam- und Virenfilter direkt im Annahmeweg. Wir können die Regeln dann selbst nachschärfen, statt auf die Einstellungen eines Anbieters angewiesen zu sein. Danach sichern wir die wichtigen Zugänge mit einem zweiten Nachweis ab, damit ein gestohlenes Passwort allein wertlos ist. Zum Schluss zeigen wir Ihren Mitarbeitern in einer kurzen Runde echte Beispiele und vereinbaren einen klaren Meldeweg. Wie wir dabei vorgehen, steht auf unserer Seite zur IT-Sicherheit.

Häufige Fragen

Woran erkenne ich eine gefälschte E-Mail?

Achten Sie weniger auf Rechtschreibfehler (die sind selten geworden) und mehr auf die Absicht. Wird Druck aufgebaut? Sollen Sie sich über einen Link anmelden? Passt die Bitte zum normalen Ablauf im Haus? Wenn eine Nachricht Sie zur Eile drängt, ist das der Moment, kurz innezuhalten und beim Absender anzurufen.

Ein Mitarbeiter hat auf so einen Link geklickt. Was jetzt?

Ruhe bewahren und sofort melden, bei uns oder bei der zuständigen Person im Haus. Wurden Zugangsdaten eingegeben, ändern wir umgehend das Passwort und werfen alle angemeldeten Sitzungen hinaus. Wichtig ist die Betriebskultur dahinter: Wer Angst vor Ärger hat, meldet nichts, und dann vergehen die entscheidenden Stunden.

Was ist der Unterschied zwischen Phishing und Spam?

Spam ist unerwünschte Werbung und damit lästig, aber harmlos. Beim Phishing geht es um Betrug: Der Absender gibt sich als jemand aus, dem Sie vertrauen, und will Zugangsdaten, eine Überweisung oder das Öffnen eines Anhangs erreichen.

Kann ein Spamfilter das nicht einfach aussortieren?

Ein guter Filter fängt einen großen Teil ab, und den setzen wir selbstverständlich ein. Die gezielt geschriebenen Nachrichten kommen aber weiterhin durch, weil sie technisch völlig unauffällig sind. Deshalb braucht es beides: Technik und Menschen, die wissen, worauf sie achten sollen.

Lohnt sich eine Schulung für kleine Betriebe?

Ja, und sie muss nicht groß sein. Eine Stunde mit echten Beispielen aus Ihrem Posteingang bringt mehr als jede Broschüre. Was das für Ihre Betriebsgröße kostet, rechnen wir Ihnen vorher aus.

Verwandte Begriffe

Noch Fragen zu Phishing?

Wir erklären es Ihnen in Ruhe, ohne Fachchinesisch und ohne Verpflichtung.