Was ist das eigentlich?
Vor hundert Jahren hatte eine Fabrik ihre eigene Stromerzeugung im Keller. Wer mehr Maschinen aufstellen wollte, musste zuerst den Generator vergrößern. Heute denkt niemand mehr darüber nach: Sie stecken den Stecker in die Dose, der Strom kommt aus dem Kraftwerk, und Sie zahlen, was Sie verbraucht haben. Ob im Nebenraum eine Maschine mehr läuft, ist eine Frage von Minuten und nicht von Monaten.
Die Cloud ist dasselbe Prinzip für Rechenleistung und Speicherplatz. Der steht nicht mehr in Ihrem Abstellraum, sondern in einem Rechenzentrum mit Notstrom, Kühlung und Fachpersonal. Sie mieten davon so viel, wie Sie brauchen. Kommen drei Mitarbeiter dazu, schalten wir drei Zugänge frei, ohne neue Anschaffung und ohne Lieferzeit.
Im Alltag merken Sie davon vor allem eines: Ihre Programme und Dateien sind nicht mehr an einen Raum gebunden. Dieselbe Datei, dieselbe E-Mail, derselbe Kalender stehen im Büro, im Auto und im Home-Office bereit. Voraussetzung ist eine brauchbare Internetleitung, denn die ist bei diesem Modell der Stromkabel-Ersatz.
Was macht das konkret?
- Es nimmt Ihnen die Technik im Haus ab. Kein Serverschrank, kein Lüftergeräusch, keine Sorge um Klimaanlage und Notstrom im eigenen Gebäude.
- Es macht Ihre Arbeit ortsunabhängig. Ihre Leute arbeiten mit demselben Datenstand, egal ob sie im Büro sitzen oder unterwegs sind.
- Es wächst und schrumpft mit Ihnen. Zusätzliche Arbeitsplätze oder mehr Speicherplatz sind eine Einstellung, keine Investition.
- Es verteilt die Kosten anders. Aus einer großen Anschaffung alle paar Jahre wird ein planbarer monatlicher Betrag.
- Es hält die Software aktuell. Aktualisierungen spielt der Anbieter ein. Sie müssen keine Wartungsfenster am Wochenende einplanen.
Warum ist das für Ihr Unternehmen wichtig?
Für die meisten Betriebe ist die Cloud vor allem eine Antwort auf zwei Alltagsprobleme. Erstens: Arbeit findet längst nicht mehr nur an einem Schreibtisch statt. Wer auf der Baustelle, beim Kunden oder im Home-Office denselben Datenstand braucht, kämpft mit einem reinen Hausserver ständig gegen Umwege. Zweitens: Technik altert. Ein Server im eigenen Haus muss alle paar Jahre ersetzt werden, und dieser Termin kommt selten gelegen.
Gleichzeitig sollten Sie die Kehrseiten kennen, statt sie später zu entdecken. Sie machen sich von Ihrer Internetleitung abhängig, denn ohne Netz steht der ausgelagerte Teil still. Sie zahlen dauerhaft Miete statt einmalig zu kaufen; ob das günstiger ist, hängt an Ihrer Größe. Und Sie geben Daten in fremde Hände, weshalb Standort des Rechenzentrums, Vertrag und Zugangsschutz sorgfältig geklärt gehören.
Deshalb ist die ehrliche Antwort für die meisten Betriebe in Ostwestfalen keine Entweder-oder-Entscheidung. E-Mail, Dateiablage und Zusammenarbeit funktionieren in der Cloud sehr gut. Eine Fachanwendung mit großen Datenmengen und knappen Antwortzeiten bleibt oft besser im Haus. Beides zusammen ergibt einen Arbeitsplatz, der überall funktioniert und trotzdem nicht an einer Leitung hängt.
Brauchen Sie das?
- Ihre Mitarbeiter arbeiten regelmäßig außerhalb des Büros
- Ihr Server im Haus ist älter als fünf Jahre
- Sie tauschen Dateien heute über E-Mail-Anhänge oder USB-Sticks aus
- Ihre Mitarbeiterzahl schwankt im Jahresverlauf deutlich
- Sie möchten planbare monatliche Kosten statt großer Anschaffungen
So setzen wir das bei Ihnen um
Wir schauen uns zuerst an, womit Ihre Leute täglich arbeiten, und sortieren Programm für Programm: Was gehört in die Cloud, was bleibt im Haus, was kann beides? Danach wählen wir den passenden Weg: für E-Mail und Zusammenarbeit, auf einem eigenen Server, wenn die Daten das Haus nicht verlassen sollen, oder eine Mischung aus beidem. Sollen auch die Postfächer im Haus bleiben, kommt mit ein eigener Mailserver dazu.
Wie ein solcher Arbeitsplatz bei uns aussieht, lesen Sie auf der Seite Cloud & Arbeitsplatz. Wir sagen Ihnen dabei auch, wenn sich der Umzug für Sie nicht lohnt.
Häufige Fragen
Ist die Cloud sicherer als ein Server im eigenen Haus?
Pauschal weder noch. Ein Rechenzentrum bietet Dinge, die ein Abstellraum nicht leisten kann: Notstrom, Kühlung, Brandschutz, doppelte Technik. Dafür liegt die Verantwortung für Zugänge und Berechtigungen stärker bei Ihnen. Ein gestohlenes Kennwort öffnet die Tür von jedem Ort der Welt aus, deshalb gehört eine zweite Sicherheitsstufe beim Anmelden immer dazu.
Was kostet die Cloud?
Sie zahlen in der Regel monatlich je Mitarbeiter und je Speicherplatz. Dafür entfällt die größere Anschaffung alle paar Jahre. Ob das für Sie günstiger ist, hängt an der Zahl der Arbeitsplätze und an Ihren Programmen. Wir stellen beide Wege gegenüber und rechnen es Ihnen vorher aus.
Was passiert bei uns, wenn das Internet ausfällt?
Dann steht der Teil still, der in der Cloud liegt. Deshalb gehört zu jedem Cloud-Vorhaben die Frage nach der Leitung: Wie gut ist sie, und gibt es einen Ersatzweg über Mobilfunk? Für Betriebe, die ohne Netz weiterarbeiten müssen, behalten wir bewusst Teile im Haus.
Wo liegen unsere Daten, und gilt dort die Datenschutz-Grundverordnung?
Das entscheidet die Wahl des Anbieters. Wir bevorzugen Rechenzentren in Deutschland oder der Europäischen Union, weil dann eindeutig europäisches Datenschutzrecht gilt. Zu jedem Dienst gehört ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung, in dem steht, wer was mit Ihren Daten tun darf.
Müssen wir alles auf einmal in die Cloud verlegen?
Nein, und in den meisten Betrieben wäre das auch nicht sinnvoll. Üblich ist eine Mischung: E-Mail und Dateiablage in der Cloud, die Fachanwendung mit großen Datenmengen bleibt im Haus. Wir schauen uns Programm für Programm an, was wohin gehört.