IT-Sicherheit

Firewall

  • Türsteher
  • Erste Grenze
  • Filtert mit

Eine Schutzschranke zwischen Ihrem Netzwerk und dem Internet, die unerwünschten Verkehr aussperrt.

Was ist das eigentlich?

Der beste Vergleich ist der Pförtner am Werkstor. Er steht an der einzigen Zufahrt, prüft jeden Besucher und fragt, zu wem er will. Wer angemeldet ist, darf aufs Gelände. Wer nur mal schauen möchte, bleibt draußen. Und wenn abends ein Lieferwagen mit Ihren Akten das Gelände verlassen will, fällt auch das auf.

So arbeitet eine Firewall. Sie sitzt an der Stelle, an der Ihr Netzwerk auf das Internet trifft, und trifft für jede Verbindung eine Entscheidung: erlaubt oder nicht. Die Regeln dafür geben Sie vor. Ihr Warenwirtschaftssystem darf mit dem Ihres Lieferanten sprechen, ein unbekannter Rechner aus dem Ausland darf gar nichts. Das Entscheidende ist die Grundhaltung: Erlaubt ist, was erlaubt wurde, nicht umgekehrt.

Was macht das konkret?

  • Zugriffe von außen blockieren. Anfragen aus dem Internet an Ihre Rechner, Kameras oder Drucker werden abgewiesen, wenn sie nicht ausdrücklich vorgesehen sind.
  • Bereiche voneinander trennen. Gastnetz, Büro, Kasse und Maschinen lassen sich in getrennte Zonen legen, damit nicht jedes Gerät jedes andere erreicht.
  • Sichere Zugänge von unterwegs ermöglichen. Mitarbeiter im Home-Office kommen über einen verschlüsselten Zugang ins Firmennetz, ohne dass die Tür für alle offensteht.
  • Ausgehenden Verkehr prüfen. Auffällige Verbindungen nach außen, etwa von einem befallenen Rechner zu einem fremden Server, lassen sich erkennen und stoppen.
  • Nachvollziehbar machen, was passiert ist. Die Firewall führt Protokoll. Nach einem Vorfall lässt sich rekonstruieren, was versucht wurde.

Warum ist das für Ihr Unternehmen wichtig?

Ohne diese Grenze ist jeder Rechner in Ihrem Haus direkt aus dem Internet erreichbar. Angriffe auf solche offenen Zugänge laufen automatisch ab: Programme suchen den ganzen Tag nach Geräten, die antworten. Das ist keine Frage von Prominenz oder Branche, sondern von Erreichbarkeit. Ein kleiner Handwerksbetrieb wird genauso gefunden wie ein Konzern.

Der geschäftliche Schaden entsteht selten durch das Eindringen selbst, sondern durch die Folgen: verschlüsselte Daten, ein stillstehender Betrieb, Kunden, die nicht beliefert werden, und die Meldepflichten, die bei einem Datenschutzvorfall auf Sie zukommen. Gegenüber Kunden und Versicherern müssen Sie außerdem zeigen können, dass Sie angemessene Schutzmaßnahmen getroffen haben. Eine ordentlich eingerichtete und gepflegte Firewall gehört heute zum Mindeststandard.

Wichtig ist die Ehrlichkeit dabei: Eine Firewall hält nicht alles auf. Wenn eine Mitarbeiterin auf einen gefälschten Anhang klickt, kommt die durch die Vordertür herein, weil sie eingeladen wurde. Deshalb ist die Firewall die erste Schicht, nicht die einzige.

Brauchen Sie das?

  • Sie haben mehr als zwei Rechner im Betrieb
  • Mitarbeiter arbeiten von zu Hause oder von unterwegs
  • Sie speichern Kunden-, Patienten- oder Mandantendaten
  • Gäste, Maschinen oder Kassen hängen im selben Netz wie Ihre Büro-Rechner
  • Zwischen Internet und Firmennetz steht bisher nur das Gerät Ihres Internetanbieters

So setzen wir das bei Ihnen um

Wir sehen uns zuerst an, wie Ihr Netz heute aufgebaut ist und wer worauf zugreifen muss. Daraus entstehen die Regeln, die wir mit Ihnen abstimmen, bevor sie scharf geschaltet werden. Anschließend übernehmen wir die laufende Pflege, denn eine Firewall ohne Aktualisierungen verliert schnell ihren Wert. Wir setzen dabei auf Securepoint, einen Hersteller aus Deutschland.

Was wir sonst noch für Ihre Sicherheit tun, lesen Sie auf unserer Seite zur IT-Sicherheit.

Häufige Fragen

Was kostet eine Firewall?

Das hängt von der Größe Ihres Betriebs ab, von der Zahl der Arbeitsplätze und davon, ob Zugänge fürs Home-Office und mehrere Standorte dazukommen. Zum Gerät gehören meist laufende Kosten für Aktualisierungen und Betreuung. Wir sehen uns Ihre Situation an und rechnen Ihnen die Kosten vorher aus.

Reicht nicht der Router meines Internetanbieters?

Für einen einzelnen Arbeitsplatz zu Hause reicht er oft. In einem Betrieb fehlen ihm die Möglichkeiten, Bereiche zu trennen, Regeln sauber zu setzen und nachzuvollziehen, was passiert ist. Außerdem bekommen diese Geräte nicht dieselbe Pflege wie Technik, die für Firmen gebaut wurde.

Brauche ich noch ein Schutzprogramm auf den Rechnern?

Ja. Die Firewall bewacht die Grenze zum Internet, aber viele Angriffe kommen über einen Klick in einer E-Mail oder über einen USB-Stick direkt auf dem Rechner an. Beide Schutzebenen ergänzen sich und ersetzen sich nicht.

Was ist der Unterschied zwischen Firewall und UTM-Firewall?

Eine klassische Firewall entscheidet, welche Verbindungen erlaubt sind. Eine UTM-Firewall bringt zusätzliche Schutzfunktionen im selben Gerät mit, etwa die Prüfung von Webseiten und E-Mails. Für die meisten Betriebe ist heute die zweite Variante die passende Wahl.

Merken meine Mitarbeiter etwas davon?

Im Alltag kaum. Spürbar wird es nur, wenn eine Seite oder ein Dienst bewusst gesperrt ist. Solche Regeln stimmen wir vorher mit Ihnen ab, damit niemand bei der Arbeit ausgebremst wird.

Verwandte Begriffe

Ist Ihre Grenze wirklich dicht?

Wir prüfen, was bei Ihnen zwischen Internet und Firmennetz steht, und sagen Ihnen, was fehlt.