IT-Sicherheit

Zero Trust

  • Niemandem blind vertrauen
  • Jeder Zugriff wird geprüft
  • Modern

Ein Sicherheitsansatz, bei dem jeder Zugriff einzeln geprüft wird, auch aus dem eigenen Netz.

Was ist das eigentlich?

Denken Sie an ein Hotel. Früher funktionierten Firmennetze wie ein Haus mit einem Portier an der Tür: Wer einmal drin war, konnte durch alle Flure gehen und jede Klinke drücken. Heute bekommen Sie an der Rezeption eine Karte. Die öffnet Ihr Zimmer, den Fahrstuhl bis zu Ihrer Etage und vielleicht den Wellnessbereich, sonst nichts. Sie gilt nur für die Dauer Ihres Aufenthalts, und beim Auschecken ist sie wertlos.

Genau das ist Zero Trust, übersetzt etwa „kein Vertrauen im Voraus“. Nicht, weil Ihnen jemand misstraut, sondern weil man nicht mehr sicher sagen kann, wer gerade hinter einem Zugang steckt. Ein gestohlenes Passwort sieht für den Computer aus wie der echte Mitarbeiter. Wenn dieses Passwort dann Zugriff auf alles gibt, ist ein einzelner Fehlklick ein Problem für den ganzen Betrieb. Wenn es nur die eigene Karte für die eigene Etage ist, bleibt der Schaden klein.

Was macht das konkret?

  • Jeder weist sich richtig aus. Zusätzlich zum Passwort kommt ein zweiter Nachweis dazu, meist eine Bestätigung auf dem Diensthandy. Ein gestohlenes Passwort allein nützt dann niemandem mehr.
  • Jeder sieht nur seinen Bereich. Die Buchhaltung kommt an die Buchhaltung, die Werkstatt an die Auftragsdaten. Niemand hat aus Bequemlichkeit Zugriff auf alles.
  • Auch das Gerät wird geprüft. Ein Rechner, der veraltet ist oder keinen hat, bekommt keinen Zugang, egal wer davor sitzt.
  • Zugriffe von außen laufen nach denselben Regeln. Ob jemand im Büro sitzt, im Home-Office oder beim Kunden, macht für die Prüfung keinen Unterschied mehr.
  • Rechte werden wieder eingesammelt. Wenn ein Mitarbeiter die Abteilung wechselt oder das Unternehmen verlässt, verschwinden seine Zugänge, statt jahrelang liegen zu bleiben.

Warum ist das für Ihr Unternehmen wichtig?

Die Zeiten, in denen alle Mitarbeiter an einem Ort an fest verkabelten Rechnern saßen, sind vorbei. Es gibt Notebooks im Home-Office, Handys mit Firmen-E-Mail, Zugänge für den Steuerberater und Programme, die in einem Rechenzentrum laufen. Eine Grenze, die man einfach bewachen könnte, gibt es so nicht mehr.

Der praktische Nutzen ist einfach zu beschreiben: Wenn doch einmal etwas passiert, etwa weil ein Mitarbeiter auf eine gefälschte E-Mail hereinfällt oder ein Notebook gestohlen wird, dann bleibt der Schaden auf einen Bereich begrenzt. Statt eines Betriebsstillstands haben Sie einen gesperrten Zugang und einen unangenehmen Nachmittag. Das ist der ganze Unterschied.

Nebenbei bringt der Ansatz Ordnung ins Haus. Sie können sagen, wer worauf zugreift. Das ist genau die Frage, die Ihnen ein Datenschutzbeauftragter, ein Auftraggeber oder eine Prüfung stellt.

Brauchen Sie das?

  • Mitarbeiter arbeiten zeitweise von zu Hause oder unterwegs
  • Externe wie Steuerberater oder Softwarehäuser haben Zugänge zu Ihren Systemen
  • Alle Mitarbeiter können auf nahezu alle Ordner zugreifen
  • Sie haben Zugänge, die nach dem Ausscheiden von Mitarbeitern nicht gelöscht wurden
  • Sie melden sich an wichtigen Systemen nur mit Benutzername und Passwort an

So setzen wir das bei Ihnen um

Wir fangen nicht mit einem Großprojekt an, sondern mit den Schritten, die sofort etwas bringen: zweiter Nachweis bei der Anmeldung, aufgeräumte Zugriffsrechte, geprüfte Geräte. Danach nehmen wir uns die Zugänge von außen vor. Jeder Schritt funktioniert für sich allein, Sie müssen nichts auf einen Schlag umstellen.

Mehr dazu, wie wir Betriebe absichern, finden Sie auf der Seite IT-Sicherheit. Melden Sie sich, wenn Sie wissen wollen, wo Ihr Betrieb heute steht.

Häufige Fragen

Ist Zero Trust ein Produkt, das man kaufen kann?

Nein. Zero Trust ist eine Denkweise, die man in vielen kleinen Schritten umsetzt. Kein Hersteller kann Ihnen das fertig in einer Kiste liefern, auch wenn Werbung das gern so darstellt. Wir setzen dafür Technik ein, die Sie zum Teil schon haben.

Braucht das jede Firma, oder ist das etwas für Konzerne?

Der Grundgedanke passt für jede Größe: Jeder bekommt nur die Zugriffe, die er für seine Arbeit braucht, und weist sich dafür ordentlich aus. Ein Betrieb mit zwölf Arbeitsplätzen setzt das mit wenigen Maßnahmen um. Ein Konzern braucht dafür ein Projekt über Jahre.

Was ist der Unterschied zwischen Zero Trust und einer Firewall?

Eine Firewall schützt vor allem die Grenze zwischen Ihrem Netz und dem Internet. Zero Trust geht davon aus, dass diese Grenze allein nicht reicht, weil Angreifer über eine E-Mail oder ein Notebook längst im Haus sein können. Beides schließt sich nicht aus, sondern ergänzt sich.

Was kostet die Umstellung auf Zero Trust?

Das hängt stark davon ab, wie Ihre IT heute aufgebaut ist und wo Sie anfangen wollen. Die ersten und wirksamsten Schritte sind meist überraschend günstig, weil sie vorhandene Funktionen nutzen. Wir sehen uns Ihre Umgebung an und rechnen Ihnen die sinnvollen Schritte vorher aus.

Verwandte Begriffe

Noch Fragen zu Zero Trust?

Wir zeigen Ihnen, welche Schritte in Ihrem Betrieb sinnvoll sind, ohne Fachchinesisch und ohne Verpflichtung.